Symptomatologie der Krampfaderleiden

Behandlung der Krampfaderleiden

Einführung:

Krampfadern (Varizen) sind die bei weitem häufigsten Gefäßerkrankungen. Nach neuesten Schätzungen leiden Schweizweit ca. 2 Mio. Betroffene an Venenkrankheiten, etwa 100000. an chronischen Beingeschwüren (Ulcus cruris). Der Begriff Krampfader stammt aus dem mittelhochdeutschen "Krummader", d.h. krumme, geschlängelte Adern. Eine Krampfader ist aber nicht nur eine geschlängelte, sondern auch eine erweiterte Vene. Eine wesentliche Ursache für dieses Krankheitsbild ist die ererbte Bindegewebsschwäche (Venenschwäche), wodurch die geschwächten Venenwände dem venösen Blutdruck nicht genügend Widerstand entgegen bringen und die Venenklappen nicht mehr schliessen können.

Gefördert wird dieses Leiden vor allem durch Übergewicht, vieles Stehen und Sitzen in gewissen Berufen, Schwangerschaft und Bewegungsarmut. Krampfadern sind nicht nur kosmetisch störend, wie häufig angenommen wird, sondern stellen eine ernstzunehmende medizinische Erkrankung mit möglicherweise schwerwiegenden Folgeerscheinungen dar. Ob lediglich ein kosmetisches Problem oder aber eine Gesundheitsgefährdung vorliegt, kann der Patient nicht selbst entscheiden. Auch das Fehlen oder Vorhandensein von Beschwerden bzw. sichtbaren Krampfadern erlaubt keine Aussage über den Schweregrad einer Varikosis. Besenreiser sind ein möglicher Hinweis für darunterliegende Krampfadern.

Krampfadern Einfuehrung


Eine Varizenoperation ist wenig komplikationsträchtig aber bei ausgeprägter Varikosis zeitaufwändig. Die oft gehörte Behauptung, operieren nütze nichts, da sowieso erneut Krampfadern entstehen, stimmt nicht. Bei einer Operation werden die erkrankten Venen entfernt, die Neigung zur Krampfaderneubildung lässt sich leider nicht beseitigen. Eine neu auftretende Varikosis erreicht jedoch selten das gleiche Ausmaß wie vor dem Eingriff. Ganz im Gegenteil: eine unbehandelte Varikosis verschlimmert sich mit der Zeit zusehends. Bleibt eine Varikosis zu lange unbehandelt, kann es einerseits zu gefürchteten Folgeschäden und Komplikationen kommen, andererseits kann trotz vollständiger chirurgischer Sanierung eine venöse Stauung zurückbleiben. Generell gilt: Je früher Sie sich für eine fachgerechte Untersuchung und Therapie bei einem dafür ausgebildeten Spezialisten, dem Phlebologen, entscheiden, desto größer sind Ihre Heilungschancen und desto kleiner ist der operative Eingriff.


Dr. med. Vadym Volpov
Facharzt für Dermatologie & Venerologie; Phlebologie

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