Behandlung der Blutschwämme, Angiome und Feuermale
Ursache und Entstehung von Angiomen, Portwein-Malen, Feuermalen und Blutschwämmen (englisch: angioma, cherry angioma, salmon patch, flammeous, nevus portwine stain, port-wine nevus, port-wine mark, vascular tumor, angiomata) und deren Therapiemöglichkeiten imZentrum für Venenerkrankungen, Dermatologie und Lasermedizin von Dr. Volpov.
Ein Blutschwamm ist eine gutartige Vermehrung und Erweiterung von kleinsten Hautblutgefässen, welche durch eine genetische Fehlsteuerung auf einer lokal begrenzten Körperstelle flächenartig wuchern. In der Medizin nennt man diese Gefässschwämme oder roten Hautfknötchen Angiome oder Hämangiome.
Diese kleinen, roten Hautflecken entwickeln sich oft ab der zweiten Lebenshälfte in grosser Zahl am Körperstamm, man sieht sie vereinzelt aber auch schon bei Kleinkindern. Die am häufigsten betroffenen Körperregionen stellen dann der Kopf und der Unterleib dar.
Der Naevus flammeus, wie die medizinische Fachsprache das Feuermal bezeichnet, besteht hingegen meist schon bei der Geburt. Es handelt sich dabei um einen Blutschwamm, der sich als eine scharf begrenzte Hautrötung in oft flammenförmiger Form zeigt, welche mit dem Kind mit wächst. Diese Feuermale entstehen aber nicht durch eine Verletzung des Kindes während der Schwangerschaft, wie es früher oft angenommen wurde.
Beim Angiom handelt es sich um eine besonders harmlose Form eines Blutschwammes. Angiome sind bei fast allen Menschen zu finden. Es handelt sich um kleine stecknadel- bis erbsengrosse hellrote, rote bis rot-violettliche Gefässveränderungen welche sich in oder auf der Haut befinden. Mit zunehmendem Lebensalter können Angiome vermehrt am ganzen Körper auftreten. Gewisse Menschen sind geradezu übersäht von solchen punktförmigen Hautschwämmchen.
Angiome lassen sich mittels Laser-Therapie schnell und ohne Probleme entfernen.
Häufigkeit von Blutschwämmen, Hämangiomen und Feuermalen
2-3% der Säuglinge kommen mit einem Feuermal oder mit einem Blutschwamm auf die Welt.
Bei ca. 80% treten sie in der 3. oder 4. Lebenswoche auf. Dabei wachsen die Blutschwämmchen oder Feuermale einige Wochen lang mit und gehen meist in den folgenden Jahren wieder zurück.
Ca. bei jedem 5. Blutschwamm muss mit einer Persistenz gerechnet werden. Bei 4 von 10 Blutschwämmen ist nur eine unvollständige Regenerierung zu erwarten. Leider bleiben auch bei vollständiger Rückbildung des Gefässschwammes oft Narben bestehen. Feuermale mit flammenartigen Formen (Naevus flemmeus) kommen viel weniger häufig vor. Sie gehen nicht von selbst zurück und bleiben untherapiert ein Leben lang bestehen.
Beeinträchtigung durch Blutschwämme oder Feuermale
Von Blutschwämmen oder Feuermalen geht keine Ansteckungsgefahr aus. Auch sind diese Gefässschwämme nicht bösartig. Befinden sich Blutschwämme oder Feuermale im Bereich des Unterleibes, kann es jedoch zu entzündlichen und nässenden Prozessen kommen. Diese Feuermale sind meist gross und bleiben unbehandelt.
Grosse Feuermale können je nach Lokalisation auf Grund der stärkeren Durchblutung und der Verästelung zu Schäden der Organe oder zu Missbildungen führen.
Dr. med. Vadym Volpov
Facharzt für Dermatologie & Venerologie; Phlebologie
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