Oberlidblepharoplastik / Unterlidblepharoplastik
Bezüglich der operativen Risiken gilt bei der Unterlid-Blepharoplastik, dass mit kleineren Unterblutungen und Schwellungszuständen gerechnet werden muß. Sie stellen keine echte Komplikation dar und verschwinden meist spontan nach längstens 2-4 Wochen.
Sehr selten tritt eine Stellungsänderung der Unterlider im Sinne eines Tieferstandes gegenüber der Ausgangssituation auf. Eine weitere, ebenfalls seltene aber wichtige Komplikation ist die Auswärtskehrung des Lidrandes (sog. Ektropiumbildung) während der Heilungsphase. In diesem Fall kann eine längere Pflasterbehandlung notwendig werden. Selbst Nachoperationen sind dann nicht ausgeschlossen.
Als eine weitere nicht gewollte Folge des Eingriffes kann der normalerweise spitze äußere Lidwinkel eine rundliche Form annehmen. Wird zuviel Fettgewebe entfernt, können an die Stelle der Vorwölbung kosmetisch ungünstige Vertiefungen treten, was vor allem bei asymmetrischer Ausprägung auffällig werden kann.
Schwere Nachblutungen nach Fettgewebsentfernung haben weltweit in wenigen Einzelfällen zur Erblindung geführt. Diese extremst seltenen Ereignisse sind jedoch der Grund dafür, daß in jedem Falle nach dem Eingriff eine klinische Kontrolle für wenigstens einige Stunden erfolgen sollte.
Grundsätzlich kann eine Unterlid-Blepharoplastik im Bedarfsfalle wiederholt werden, wenn sich nach Jahren eine erneute Gewebeerschlaffung eingestellt hat. Es ist jedoch zu bedenken, daß eine erneute Operation die Gefahr einer schrumpfungsbedingten Stellungsänderung des Unterlides erhöht
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